
Google greift nach Ebay?
Datum: Samstag, 29. Oktober 2005 Thema: aktuelle News
Um glatte fünf Prozent sind die eBay-Aktien gefallen, als die New York Times eine Meldung veröffentlicht hatte, wonach Google eine Plattform für Kleinanzeigen plant. Diese Kleinanzeigen sollen dann als Teil der bezahlten Links auf der rechten Seite der Google-Ergebnislisten erscheinen und das würde eine starke Konkurrenz für Dienstleister wie eBay bedeuten. In Zeiten der Datentransparenz, Hacker und Cracker hatte der Suchmaschinen-Gigant Google es versäumt, ein einfaches Passwort auf seine Test-Plattform "base.google.com " zu legen. Somit war es dann auch kein Wunder, dass ein findiger User wie Tony Ruscoe (britischer Programmierer) die Plattform entdeckte und nicht schlecht staunte, was er dort sah: Hier waren Nutzeroberflächen zu sehen aus denen hervorgeht, dass Google eine Datenbank für jedermann (für jede Art von Inhalt) plant. Zwischenzeitlich ist zwar die Google Adresse nicht mehr zu erreichen (Fehler Error 403), aber das schnelle Internet wäre nicht das Internet, wenn nicht bereits Screenshots im Internet kursieren würden.
Google selbst war diese Veröffentlichung scheinbar derart peinlich, dass sie von ihrer üblichen "Schweige-Politik" abwich und Stellung zu den Gerüchten nahm. "Wir testen einen neuen Weg, wie Inhalte an Google übermittelt werden können. Der neue Service-Dienst soll vorhandene Dienste wie Google Sitemaps oder den Web-Crawler ergänzen", schreibt der Product Marketing Manager Tom Oliveri im offiziellen Google-Blog. Ganz befriedigend ist diese dürftige Information leider nicht und so bleibt weiterhin Platz für Spekulationen. Das Wall Street Journal schreibt: "Google will sein Content-Geschäft weiter voranbringen und die Abhängigkeit vom Suchgeschäft verringern und zitiert damit eine angeblich eingeweihte Quelle. Als Vorbild soll dem Such-Giganten die sehr nüchtern gehaltene Plattform Craiglist dienen, die der US-Amerikaner Craig Newmark seit zehn Jahren erfolgreich für Kleinanzeigen betreibt. Die Gerüchteküche aber kocht weiter und die Konkurrenz fürchtet: Ebenso könnte Google neben Kleinanzeigen aller Art, weitere Bereiche wie beispielsweise den Gebrauchtwagenmarkt, Jobangebote bzw. -gesuche, den Wohnungsmarkt oder auch die Kontaktanzeigen erfassen und würde damit Diensten wie Monster.com oder eBay stark ins Gehege kommen.
Gelesen auf: http://www.at-mix.de/news/1236.html
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