Der IG-Metall-Vorsitzende Jürgen Peters hat die Gewerkschaften aufgerufen, sich gemeinsam gegen eine "soziale Roll-Back-Politik" zu wehren. Peters sagte auf der DGB-Kundgebung in München: "Wir wehren uns gegen ein Denken, das alle sozialen Errungenschaften in Frage stellt."Er warf der Politik vor, viel zu lange "den neoliberalen Meinungsmachern auf den Leim gegangen" zu sein. "Marktgläubigkeit hat lange genug den Zeitgeist in Deutschland bestimmt", kritisierte Peters. Die zentrale Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) mit dem Vorsitzenden Michael Sommer findet in Wolfsburg statt. Als "schlechten Witz" kritisierte Peters die geplante Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67. Es gebe bereits fünf Millionen Arbeitslose. "Und die, die noch Arbeit haben, sollen länger arbeiten, damit die, die keine haben, überhaupt keine Chance mehr bekommen". Das sei blanker Zynismus. Bei der Gesundheitspolitik warnte der IG-Metall-Vorsitzende vor einseitigen Belastungen der Arbeitnehmer. Mit einer Bürgerversicherung hingegen könne die Finanzierung eines solidarischen Systems "dauerhaft und nachhaltig organisiert werden".











